Im Mai 2020 ist es wieder soweit. Die besten Mannschaften der Welt messen sich in dem von der International Ice Hockey Federation IIHF organisierten Turnier. Insgesamt sind es sechzehn Mannschaften, die in der Top-Division gegeneinander antreten werden, es finden noch weitere Turniere in untergeordneten Divisionen statt. Davon gibt es insgesamt vier und eine fünfte ist künftig nicht ausgeschlossen, da das Teilnehmerfeld immer weiter wächst. Aktuell sprechen wir von 54 Mannschaften. In diesem Jahr sind unter anderem Malaysia und die Philippinen erstmalig vertreten. Länder wie Vietnam sollen künftig hinzukommen, der Sport des Eishockeys wird somit immer internationaler und soll mehr Gewicht bekommen.

Weltweite Austragungsorte

Um den Fans so nah wie möglich zu sein, wurden die Austragungsorte der einzelnen Divisionen in die entsprechenden Regionen gelegt. Die Schweiz trägt das Turnier der Top-Division aus und bietet mit den Arenen in Lausanne und Zürich perfekte Bedingungen für die Jagd nach dem Puck. Die Division I trägt ihre Spiele in Slowenien und Polen aus, während sich die Division II in Kroatien und in Reykjavik auf Island packende Spiele liefern möchte. Für die Division III geht es in Luxemburg und Südafrika um Ruhm und Ehre, die neu geschaffene Division IV kürt ihren Sieger in Bischkek, der Hauptstadt Kirgisistans. Gerade für diese Länder ist es eine großartige Chance, sich der Welt im besten Licht zu zeigen.

Ein transparenter Modus sorgt für ganz viel Motivation

Das Ziel aller Mannschaften in den Divisionen I bis IV ist selbstredend der Aufstieg in die Top-Division. Dies kann ihnen gelingen, wenn sie bei der WM in ihrer Division auf Platz 1 landen. Damit qualifizieren sie sich für die Top-Division bei der nächsten Weltmeisterschaft, der jeweilige Gastgeber ist automatisch gesetzt. Für die Mannschaften auf den letzten Plätzen der Top-Division heißt es dagegen Abschied nehmen von der ganz großen Bühne, sie finden sich dann in einer untergeordneten Division wieder und müssen sich im kommenden Jahr zurückkämpfen.

Der Modus bietet den großen Vorteil, dass immer mehr Nationen eingeladen werden können, ohne dass es dabei zu aufgeblähten Turnieren kommt. Das Problem, das die Fifa beim Fußball zu schaffen droht, gibt es somit im Eishockey nicht. Denn die Top-Division bleibt immer bei sechzehn Mannschaften und bietet somit stets Partien der Spitzenklasse.

Eine große Familie

Die IIHF wurde bereits im Jahre 1908 gegründet und hat derzeit 81 Mitglieder, jedes Mitglied vertritt den jeweiligen nationalen Verband. Für die USA und Kanada wäre dies die NHL und für Deutschland der Deutsche Eishockey-Bund. Das Jahr 2019 war in vielerlei Hinsicht ein besonderes für die IIHF, zum einen feierte sie ihren 111. Geburtstag, bei dem der Kuchen besonders groß ausfiel, damit alle geburtstagskerzen draufpassten, und gleichzeitig wurde mit Finnland das Team der Stunde zum Weltmeister gekürt.

Bis zum nächsten runden Geburtstag dauert es noch ein wenig, aber bis dahin werden wir mit Sicherheit noch spannende Spiele und Turniere miterleben dürfen.

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