Die Zahl Eins soll für den einzigen Deutschen stehen, der es bisher in die Hall of Fame der NHL geschafft hat. Bei diesem Deutschen handelt es sich aber nicht um einen Spieler, sondern um einen Funktionär, sein Name lautet Günther Sabetzki. Jedes Jahr im November findet im kanadischen Toronto eine Gala statt, die Personen oder Organisationen ehrt, die sich um den Eishockey besonders verdient gemacht haben. Im Jahre 1995, genauer gesagt am 14. November 1995, wurde dem ersten Deutschen diese Ehre zuteil. Dabei hat Günther Sabetzki selber niemals Eishockey gespielt, aus sportlicher Sicht lagen ihm andere Sportarten mehr.
In Düsseldorf geboren
Es war das Jahr 1915, als Sabetzki das Licht der Welt erblickte und statt für das Eishockey begeisterte er sich mehr für das Feldhockey. Er habe keine Lust gehabt, sich auf dem Platz die Zähne ausschlagen zu lassen, so lautete seine damalige Einschätzung als junger Sportler. Doch wurde er sehr bald auf andere Art und Weise für das Eishockey aktiv und er erwies sich als wertvolle Stütze der NHL.
Seine berufliche Laufbahn begann er als Wirtschaftsjournalist in Frankfurt am Main, doch schon zu Beginn der 1950er Jahre wechselte er in das Sport-Resort und wurde dort ein anerkannter Sportjournalist. Als im Jahre 1963 der deutsche Eishockeyverband gegründet wurde, wurde er zum ersten Präsidenten gekürt. Seine Karriere sollte aber noch weiter gehen. Im Jahre 1975 wurde er der Präsident des mächtigen internationalen Eishockey-Verbandes IIHF.
Die Nachwuchsarbeit war ihm stets eine Herzensangelegenheit
Darum investierte er viel Zeit und Energie um hier neue Strukturen zu schaffen, die die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen lieferten, um den Nachwuchs intensiv zu fördern. Er dachte stets international. Dies brachte ihm besonders bei den kleineren Nationen viel Anerkennung ein, da er sich auch stets für deren Belange und deren Probleme einsetzte.
Eine große Verbundenheit zu Kanada
Er konnte während seiner Amtszeit die Kanadier davon überzeugen, wieder an der Weltmeisterschaft teilzunehmen und gleichzeitig setzte er sich dafür ein, dass die europäischen Mannschaften beim Kanada Cup starten konnten. Dieser Schritt erwies sich für die weitere Entwicklung des kanadischen Eishockey als goldrichtig. Die Jury nannte dies auch als Grund dafür, den gebürtigen Rheinländer in die Hall of Fame aufzunehmen. Es waren nicht die einzigen Auszeichnungen die Günther Sabetzki für sein Wirken erhielt. Darunter waren es weitere Ehrungen von den skandinavischen Verbänden und auch vom olympischen Komitee, die seine Leistungen für den Sport honorierten. Im Jahre 2000 verstarb Sabetzki in seiner alten Heimatstadt Düsseldorf, wo er auch schon zu Lebzeiten zum Ehrenbürger der Stadt ernannt worden ist.